Bandscheibenvorfall (Foto: www.GEO.de – © Joe Lertola)

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Bandscheibenvorfall

Ein Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) tritt meistens an der Lendenwirbelsäule auf. Betroffene sind in der Regel zwischen 30 und 50 Jahre alt. In der Halswirbelsäule kommt ein Bandscheibenvorfall seltener und eher im Alter zwischen 40 und 60 Jahren vor. Die Brustwirbelsäule ist am seltensten betroffen (0,1 bis drei Prozent aller Vorfälle).

Der weiche Gallertkern der Bandscheibe, der wie ein Puffer zwischen den Wirbelkörpern liegt und von einem Ring aus Faserknorpel gehalten wird, verrutscht dabei. Die austretende Gallertmasse drückt in den meisten Fällen auch gegen Nerven. Anders bei der Bandscheibenvorwölbung (Diskusprotrusion). Hier verlagert sich das Bandscheibengewebe nach außen, ohne dass der Bindegewebsring der Bandscheibe zerrissen ist. Je nach Art und Ausmaß des Vorfalls treten unterschiedliche Symptome auf: manche Vorfälle bleiben unbemerkt, andere sind mit starken Schmerzen verbunden, in einigen Fällen treten Lähmungen auf.

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